Nachdem das Wochenende ja etwas ruhiger zu werden scheint als die letzten hab ich mich heute mal dazu entschlossen meinen Hintern Richtung Heumarkt zu bewegen und mir dort anzuschauen wie so ein ColognePride Straßenfest ausschaut.
Cologne Pride ist das Straßenfest anlässlich des CSD hier in Köln und bietet kostenlos das ganze Wochenende lang ein Bühnenprogramm für den allgemeinen Musikgeschmack.
Aber zum Abend an sich:
Nachdem ich pünktlich um 20:20Uhr am Heumarkt angekommen bin, bin ich auch erst einmal Richtung Bühne und hab gesehen, dass da noch fleißig umgebaut wurde.
Übertönt wurde diese von einem „Info-Gespräch“ zwischen Vertretern des „anyway“ und dem Moderator des Abends Boris Henn.
Da mich dies eher weniger interessierte bin ich mal schnell zum Kiosk gegangen und hab mir schon mal ein gutes Gaffel gekauft. (Vor Ort gab es wohl nur Lion-Kölsch… Mir immer noch ein Rätsel wie man das runterbekommen soll…)
Wieder zurück vor der Bühne beendete Boris Henn (Moderator von Super RTL um mal zu zeigen mit wem man es zu tuen hat) dann auch mit Verspätung sein Gespräch mit anyway und übergab an Dorfdisko.
Denen fehlte, so zumindest mein Eindruck, wohl ein wenig Feedback des Publikums denn irgendwie wirkte alles ein wenig druck- und lustlos. Schlecht war das zwar nicht wirklich aber eben auch keine wirkliche Überraschung.
Aufgrund des verspäteten Beginns konnten die Jungs dann auch nur ca 30 Minuten spielen und wurden am Ende regelrecht von der Bühne gescheucht. Schade eigentlich denn gegen Ende wurde der Auftritt besser.
Danach lachte uns einmal mehr die Umbaupause an und Henn betrat wieder die Bühne.
Ich habe noch nie! einen so nervigen Moderator gesehen und das, obwohl ich bei Maxïmo Park Anastasia & Ian O´Brien-Docker erleben durfte. Ein Mensch, der Leute beim Soundcheck zuquatscht mit „na, ist die Gitarre schon gestimmt?“ gehört meiner Meinung einfach mal von der Bühne gezogen.
Sei es drum nach gut 3 Minuten Geplapper merkte er dann wohl auch selber, dass er besser die Bühne verlassen sollte.
Pünktlich 21:00Uhr begannen dann auch Klee mit ihrem recht suveränen Auftritt der mir dann aber auch schon wieder zu gekünstelt wirkte.
Zum ersten mal habe ich Klee 2003 in Nürnberg gesehen und war damals wirklich positiv überrascht.
Ein klein wenig rotzig und dennoch leicht wie Baiser mit einem kleinen bisschen Schüchternheit kamen Klee damals daher und heut, 4 Jahre später, ist nicht mehr soviel davon da. Klar, Suzie Kerstgens Stimme klingt immer noch sympatisch süß und auch die Musik ist Zuckerwatte Pop der eher schönen Sorte aber dennoch war etwas anders.
Das Auftreten der Band wirkte unheimlich professionell und dennoch wie auf einem Volksfest.
Als dann Suzie Kerstgens auch noch ihren Mantel ablegte und darunter ein goldenes Kleid
erschien und sie wild umherspringte wirkte das ganze eher wie ein Versuch Mia. zu imitieren.
Schade.
Da die Musik aber dennoch in Ordnung ging und auch das Wetter mitgespielt hat, war es alles in allem ein netter Abend.
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