Kettcar – Geringfügig, Befristet, Raus

20 04 2008

Jeder ist was er macht, fängt an, führt aus
Wenn sie unbedingt wollen, geht das heute noch raus
Raus, raus mit den Gütern und Dienstleistungen
Es ist Aufschwung/ Abschwung

Alls was die Welt braucht, auf dich hat sie gewartet
Auslandsaufenthalte und summa cum laude
Und mit Empfehlungen von…
They make up the rules as we go along

Sie haben Kaufkraft geschaffen und Kaufanreiz geboten
Mit Ratenkäufen aus schweren Katalogen
So sicher, bequem, ungebunden
In ein Leben mit 36 Paybackpunkten

Und alle sind am Leben, 5 Tage, 40 Stunden
Und definieren sich über das, was man den Tag so macht
Und Hallo, was machst du so, was ist aus dir geworden
Und wie fühlt es sich so an, wenn man es geschafft hat
Vollbeschäftigt, unbefristet, glücklich?

Sind jetzt alle gleich, nur weil wir alle gleich aussehen
Und alle gleich verstehen, dass wir das Gleiche sehen
Das Licht ausschalten und die Augen schließen
Die Hände falten für bessere Zeiten?
Und festgehalten an allem was trägt und mitgelaufen mit allem was geht

Es ist so weit, dass das Leben sich um etwas dreht
So oft, dass das Leben nicht weitergeht
Wie Kreisel kreisen, bis sie umfallen, ausfallen, einfach stehen bleiben
Es ist der Quatsch, den alle reden
Über großen Willen zu freien Wegen
Und wir können alles schaffe denn:
Es ist gedacht für alle, es ist gemeint für Jeden
Es wird genug und reichlich…

Sind jetzt alle gleich, nur weil wir alle gleich aussehen
Und alle gleich verstehen, dass wir das Gleiche sehen
Das Licht ausschalten und die Augen schließen
Die Hände falten für bessere Zeiten?
Wir sind heiß und hungrig und hochmotiviert
Flexibel, spontan und qualifiziert
Wir sind teamfähig, unabhängig und belastbar
Und ist heute egal, wo gestern noch Hass war





This Will Destroy You -> 4. April 2008 (MTC)

5 04 2008

Es ist kurz vor 21:00Uhr. Das MTC ist schon leicht verraucht und die Jungs von Tephra betreten die Bühne und schon hier weiß man, dass es wieder ein sehr guter Abend wird.

Tephra durfte ich bereits einmal als Vorband von Red Sparowes erleben und bereits da hatten sie einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Lichter standen also gut und so ging es dann auch durch die kräftigen Gitarrenwände. Wenn ich mich so an das Isis Konzert letztes Jahr im Stollwerck erinnere so kann ich wohl sagen, dass Tephra da gestern eine bessere Show hinlegten als Isis im letzten Jahr und dies ist ja nun wirklich ein ziemliches kompliment. Wilder „Sludge“ wenn man es so nennen will flog also durch das MTC,  welches an diesem Abend mit einem ziemlich guten Sound daher kam, und ein Großteil der Leute nahm das Ganze doch sehr gut auf. Am Ende half aber leider auch kein Applaus oder „Zugabe“ rufen und so waren Tephra auch bereits nach ca. 40 Minuten am Ende ihres Sets angelangt.

Nun sollte es also nicht mehr lang dauern, bis die Texaner die Bühne betreten und mit ihrem Sound begeistern. Na ja, ganz so Kurz war die Umbaupause dann doch nicht und als dann endlich alles OK und jeder auf der Bühne so halbwegs zufrieden mit seinem Sound war ging es auch endlich los.

Eigentlich braucht man hier nicht viel zu sagen denn wer TWDY kennt weiß, warum sie zu einer der großen Hoffnungen im Post-Rock zählen. Recht ruhige Songs ziehen hier einen in ihren Bann um dann plötzlich zu Explodieren, alle Gedanken im Kopf zu zerschlagen und dann wieder neu Aufzubauen. Das nicht nur ich dies so sah bewies wohl auch diese Spannung im Publikum, welche sich nach und nach entfaltete. Leider waren auch TWDY viel zu schnell zu Ende und so blieb der Menge inklusive mir nur der Wunsch nach einer Zugabe. Dass dieser Wunsch am Ende aber leider unerfüllt blieb, ist mir und vielen anderen auch heute noch ein Rätsel.

Aber man kann bekanntlich nicht alles haben und so war dies eben der kleine negative Nebeneffekt an einem wirklich schönen Abend im MTC.





Weltrekorder -> 29. März 2008 (Hoppl@)

2 04 2008

Also ich muss ja ehrlich sagen das, als ich so von Hoppl@ in Köln Kalk stand und ich die Location zum ersten mal gesehen, ich dachte, dass ist n schlechter Scherz. Da sieht der Laden von außen doch tatsächlich wie eine Mischung aus Cal-Shop, Internetcafé und eher schlechtem Bistro aus. So mit Orange und Blauem Label, welches eher an die 90er erinnert als es Dr. Alban je tuen könnte. Aber, und das sei gleich gesagt, verschaffte sich der Laden in seinem inneren gleich ein paar Sympathiepunkte.
Schnelles Personal, gute Preise, gemütliche Sofas, ein Kicker und eine Bühne zum Anfassen. Sehr löblich und vor allem sehr gemütlich. So ein Laden möchte man doch gleich um die Ecke haben.
Während wir dann auch die ersten Bierchen tranken schrieb neben uns der Frontmann der Kölner Band Weltrekorder noch schnell die Tracklist und schon ging es auch schon los.

Weltrekorder wurden mir an diesem Tag auch erstmals vor gespielt und so ging es ohne große Erwartungen ans Konzert.
Musikalisch bewegen sich die 4 Jungs um Ingo Ruttke in der Nähe von Virgina Jetzt aber auch Tchi oder Tele.
Hier bekommt man Deutschen Pop/Rock der besseren Sorte wobei die Texte stark in Richtung Mobilé blicken und sich eben um alles drehen was so ein normales Leben ausmacht. Da gibt es Liebe, Frust und all die kleinen Sachen dazwischen. Die Stärken Weltrekorders liegen aber vor allem in der Arbeit mit dem Publikum und der starken Stimme Ruttkes. Dies beweist er vor allem in Stücken wie Trieb bei dem er gegen Ende einem Matthew Bellamy das fürchten lehren könnte.

Die Leute im Hoppl@ (inklusive mir) konnten Weltrekorder auf jeden Fall überzeugen und als es dann gegen Ende auch noch eine kostenlos CD gab war wohl auch der Letzte zufrieden. Da wurde dann wild getanzt und überall lächelten und lachten die Menschen.
Und so soll es doch auch aussehen. Am Ende wurde dann noch ein wenig Kicker gespielt und dann wurde dem Hoppl@ und Weltrekorder auch „auf Wiedersehen“ gesagt. Denn ein Wiedersehen gibt es sicher mit beiden irgendwann.

So sollten doch Konzerte ohne Erwartungen immer verlaufen…