Es ist kurz vor 21:00Uhr. Das MTC ist schon leicht verraucht und die Jungs von Tephra betreten die Bühne und schon hier weiß man, dass es wieder ein sehr guter Abend wird.
Tephra durfte ich bereits einmal als Vorband von Red Sparowes erleben und bereits da hatten sie einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Lichter standen also gut und so ging es dann auch durch die kräftigen Gitarrenwände. Wenn ich mich so an das Isis Konzert letztes Jahr im Stollwerck erinnere so kann ich wohl sagen, dass Tephra da gestern eine bessere Show hinlegten als Isis im letzten Jahr und dies ist ja nun wirklich ein ziemliches kompliment. Wilder „Sludge“ wenn man es so nennen will flog also durch das MTC, welches an diesem Abend mit einem ziemlich guten Sound daher kam, und ein Großteil der Leute nahm das Ganze doch sehr gut auf. Am Ende half aber leider auch kein Applaus oder „Zugabe“ rufen und so waren Tephra auch bereits nach ca. 40 Minuten am Ende ihres Sets angelangt.
Nun sollte es also nicht mehr lang dauern, bis die Texaner die Bühne betreten und mit ihrem Sound begeistern. Na ja, ganz so Kurz war die Umbaupause dann doch nicht und als dann endlich alles OK und jeder auf der Bühne so halbwegs zufrieden mit seinem Sound war ging es auch endlich los.
Eigentlich braucht man hier nicht viel zu sagen denn wer TWDY kennt weiß, warum sie zu einer der großen Hoffnungen im Post-Rock zählen. Recht ruhige Songs ziehen hier einen in ihren Bann um dann plötzlich zu Explodieren, alle Gedanken im Kopf zu zerschlagen und dann wieder neu Aufzubauen. Das nicht nur ich dies so sah bewies wohl auch diese Spannung im Publikum, welche sich nach und nach entfaltete. Leider waren auch TWDY viel zu schnell zu Ende und so blieb der Menge inklusive mir nur der Wunsch nach einer Zugabe. Dass dieser Wunsch am Ende aber leider unerfüllt blieb, ist mir und vielen anderen auch heute noch ein Rätsel.
Aber man kann bekanntlich nicht alles haben und so war dies eben der kleine negative Nebeneffekt an einem wirklich schönen Abend im MTC.
Ja, tephra haben mir gestern auch besser gefallen als Isis letztes jahr im Stollwerck, besonders die Stimmgewalt vom Tephra-Sänger war überragend!
This will bore you haben mich jedoch ohne Ende gelangweilt, liegt wohl an meinem Postrock-Überschuss aus den letzten Jahren. Wenn man keine Erinnerungen oder Glücksmomente mit TWDY verbindet, dann sind sie halt nur eine unter vielen Postrock-Klischee-Bands… btw. schönes Review!
[...] war es ganz gut so, dass ich dieses Review zwei Tage später erst schreibe. Nach dem Lesen dieser beiden Reviews mitsamt Kommentaren, wusste ich dann, was fehlte. Aber dazu später [...]