Festhalten.

15 05 2008

Festhalten.

Ich nehme mir Feuer und sehe Glut.

Das erste Licht meines grauen Tages.

Dann der erste Zug.

Meine Lunge füllt sich mit Nikotin und Teer.

Ein beruhigender Moment.

Dann Ausatmen.

Qualm verdeckt mein Gesicht wie eine Maske.

Ich verstecke mich vor dir, vor ihnen, vor allem.

Das Spiel beginnt von vorn.

Ich inhaliere denn schädlichen Rauch

und erfahre einen bitter-würzigen Geschmack.

Ich fühle mich sicher

und tot

und frei.

Mich durchströmt krebserregende wärme

und während sich meine Lunge wieder

vom Rauch verabschiedet,

segeln meine Sorgen davon.

Manchmal bin ich auch nervös,

weiß nicht wohin mit mir und meiner Angst.

Dann gibt es nicht viel,

aber zumindest kann ich mich festhalten,

mich verstecken,

mich töten.

Langsam.

Zug

für

Zug.

Nach 5 Minuten geht das Leben weiter.

Ich drücke meine Zigarette aus und gliedere mich wieder ein.

Zurück auf dem Fließband das ihr Leben nennt.


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