Warten auf Godot – Samuel Beckett (1952)

30 09 2007

Warten auf Godot ist ein Theaterstück in 2 Akten mit nur einem Schauplatz.
Estragon & Wladimir befinden sich an einem Ort (im Hintergrund steht ein Baum) und warten auf Godot.
Die Zeit schlagen sie tot in dem sie immer wieder Disktutieren bzw sich unterhalten ohne jemald zu einer Antwort zu kommen.

Im ersten Akt taucht Pozzo auf dem Bühnenbild auf, welcher Lucky an einer Leine hält.
Pozzo unterhält sich mit den beiden und hat eine Art Zwang, die ihn abverlangt immer wieder gebeten zu werden (um sich Frei zu fühlen?). Nachdem Estragon und Wladimir Pozzo einen gefallen tun haben diese einen Wunsch frei, was Lucky machen soll. Er soll Tanzen und Denken.
Das Denken Luckys ist im prinzip nur eine Aneinanderreiung von Worten mit ständiger Wiederholung (die Wiederholung im Leben?). Am Ende dess Aktes taucht ein Junge auf und berichtet das Godot heute nicht kommt aber sicher morgen.

Akt zwei läuft ähnlich ab. Dennoch fällt auf, dass Estragon sich nicht mehr an den Vortag erinnern kann.
Wieder tauchen Pozzo und Lucky auf. Pozzo ist nun Blind. Sie stolpern, fallen und beim versuch Wladimirs Pozzo aufzuhelfen fällt auch dieser und kann nicht mehr aufstehen. Als Estragon versucht Wladimir zu helfen fällt auch dieser. Nach einigen Versuchen bleiben alle Beteiligten liegen.
Später stehen sie einfach ohne große mühe auf („man muß es einfach nur wollen“). Auf die Bitte das Lucky nocheinmal „denken“ soll erklärt Pozzo, dass Lucky Stumm sei. Auch Pozzo kann sich an den Vortag nicht erinnern (Lucky aber anscheinend schon). Die Beiden verlassen das Bühnenbild und später taucht wieder der Junge vom Vorabend auf.
Auch er kann sich nicht an den Vorabend erinnern, behauptet sogar die Beiden noch nie vorher gesehen zu haben und verkündet wieder einmal das Godot nicht kommt aber verspricht, dass er morgen erscheint.

Das Ganze hat mich dann doch irgendwie erstmal ein wenig im Regen stehen gelassen. Zwar sieht man darin schon eine gewisse Form des Existenzialismus (eben das es kein bestimmten Sinn für das Leben gibt) in dem ständigen warten auf Godot und dem dazu gleich gestellten warten auf den Sinn des Lebens, welche genaue rolle jetzt aber Lucky und Pozzo spielten bleibt mit wohl (und nicht nur mir) ziemlich unerklärt.

Wichtig ist auch der Dialog der beiden:
Estragon: Komm, wir gehen!
Wladimir: Wir können nicht.
Estragon: Warum nicht?
Wladimir: Wir warten auf Godot.
Estragon: Ach ja.
der sich ständig wiederholt.
Wärend der eine auf Godot wartet, vergisst der andere ihn immer wieder.

Darum ging es Beckett wohl auch mit diesem ganzen Stück.
Dass sich Leute auch nach der Vorstellung noch gedanken machen oder eben auch nicht.
Zwischendurch taucht auch immer wieder eine Art Humor auf die mich ab und an leicht lachen lassen hat. (vorallem durch die ständigen hinterfragungen und das „sich im kreis drehen“)

Alles in allem lesenswert